Projekt — Eugen Seitz AG

Projekt «H2-Ventilsensor» — Sicherheit auf engstem Raum, in explosionsgefährdeter Umgebung.

Entwicklung eines Sensors, der in Hochdruck-Wasserstoffventilen die Kolbenposition zuverlässig erkennt und so Rückmeldung gibt, ob das Ventil geöffnet oder geschlossen ist. Einsatzgebiet: Wasserstofftankstellen im explosionsgefährdeten Bereich.

Kunde: Eugen Seitz AG — führender Produzent für High-Tech-Ventile, Wasserstoffventile bis 1'000 Bar

H2-Ventilsensor für Wasserstoffanwendungen der Eugen Seitz AG
Challenge

Explosiv, eng, heiss,
kalt — und unter Druck.

Wasserstoff ist explosiv. Der Sensor sitzt in einer Zone mit höchsten Sicherheitsanforderungen — ATEX-Zertifizierung für explosionsgefährdete Bereiche und UL-Konformität für den nordamerikanischen Markt waren nicht verhandelbar.

Gleichzeitig: extremer Platzmangel. Die gesamte Elektronik musste in einem Bauraum untergebracht werden, der kaum Raum lässt — inklusive Sensorik, Kommunikation und einer Schnittstelle zur Einlern-Programmierung.

Und: Der Sensor muss über Temperatur zuverlässig messen. Sensordrift durch Temperaturschwankungen war ein fundamentales Problem — ohne Abstriche bei der Messgenauigkeit. Schliesslich die Abdichtung: Gasdichtigkeit unter Hochdruck, dauerhaft, ohne dass Wasserstoff in die Elektronik eindringen kann.

Solution

Drei Probleme, drei clevere Antworten

Patentierte Temperaturkompensation

Das Sensorelement wird aktiv beheizt, um den temperaturbedingten Drift zu kompensieren. Der Kniff: Der Heizstrom beeinflusst das Magnetfeld des Sensors nicht — eine physikalisch anspruchsvolle Lösung, die im Patent beschrieben ist und NEVO als Erfinder ausweist.

Gasdichte Kapselung

Isolierung und Abdichtung durch eine elegante Kombination aus Spritzgussteilen und Vergusskapselung — dauerhaft gasdicht, fertigungsgerecht, serientauglich.

Alles auf kleinstem Raum

Trotz ATEX-Anforderungen, Sensorik und Kommunikation via IO-Link passt alles in den vorgegebenen Bauraum. IO-Link ermöglicht erweiterte Diagnosen und Zustandsüberwachung im Betrieb — Daten, die vorher schlicht nicht verfügbar waren.

Einblicke

Der Weg dorthin

Was zwischen Idee und Serie liegt: Prototypen, Iterationen, Rückschläge — die Realität hinter dem fertigen Bild.

Result

Drastisch weniger Ausfallzeiten an Wasserstofftankstellen

Ein ausgefallener Sensor in einer Wasserstofftankstelle bedeutet: Stillstand. Keine Betankung, bis das Problem behoben ist. Mit dem NEVO-Sensor sinken Ausfallzeiten drastisch — und neue Marktsegmente werden erschlossen, weil der Sensor Diagnosedaten liefert, die vorher nicht verfügbar waren.

«NEVO ist ein absoluter Spezialist für die Schnittstellen von Elektronik, Software und Mechanik. Sie haben stets die Augen offen und entdecken neues Potenzial. Dank NEVO konnten wir drei weitere wichtige Patente anmelden und so unsere Marktleader-Position stärken.»

Andreas Rüegg — CTO, Eugen Seitz AG

Technologien & Kompetenzen
Elektronikentwicklung Sensorik ATEX UL IO-Link Temperaturkompensation (patentiert) Vergusskapselung Hochdruck-Wasserstoff Embedded Software
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